gefunden - Bericht einer ehemaligen Nonne

Sie suchen verzweifelt ein Buch, kennen aber nicht den Autor und/oder den Titel? Vielleicht kann jemand weiterhelfen, wenn Sie den Inhalt beschreiben...
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andielefant
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gefunden - Bericht einer ehemaligen Nonne

Beitrag von andielefant »

Hi,

ich suche ein Buch, dass ich vor etwa 20 Jahren gelesen habe,
es war aus einer westdeutschen Bibliothek, die das Buch nicht mehr besitzt.

Es ist der Bericht einer ehemaligen deutschen Nonne,
die nicht lange vor dem zweiten vatikanischen Konzil in ein Kloster eingetreten ist,
Sie ist zunaechst Postulantin, danach Novizin, schliesslich Professschwester mit zeitlicher und danach ewiger Profess.

Bevor sie in das Kloster eintritt, war sie Krankenschwester, im Kloster muss sie jedoch Gartenarbeit verrichten.

Die Oberin verlangt von jedem zwei Schnitten zu essen. Sie gehorcht und nimmt "viele Pfunde" zu.
Eine andere Frau erbricht sich nach dem Essen und wird rausgeworfen, nachdem sie erwischt wurde.

Fuer Vergehen werden die Nonnen ausfuehrlich bestraft.
zB zerreisst der Nonne eine alte Decke.
Sie muss sie stopfen, sich dafuer vor den anderen vor dem Essen laut anklangen und fuer eine gewisse Zeit
am "Busstisch" essen, wo die Nonnen ihr Essen im Knien einnehmen.

Vor jedem Essen klagen sich Nonnen selbst an.

Im Buch wird das Angeluslaeuten erwaehnt, sowie die "Aussetzung der Allerheiligsten", das die Nachtruhe verkuerzt.
Es wird auch erwaehnt, dass vorgesehen war, dass eine Nonne nur noch zweimal ihr Heimatdorf wiedersieht,
beim Tod der Mutter und des Vaters.

Sie spricht ueber Selbstabtoetung, darueber, dass sie vielleicht in ein noch strengeres Kloster gehen sollte,
wo die Nonnen Barfuss gehen und im eigenen Sarg schlafen.

Aus den Essensresten im Kloster wird Essen fuer die Armen gekocht.

Einmal hat sie einen Streit mit einer anderen Nonne, der sie eine Ohrfeige gibt.
Die "haelt ihr die andere Wange hin" und sie schlaegt nochmal zu.

Der Priester des Klosters ist eher modern eingestellt,
zb stellt er bevor es offiziell wird von Mundkommunion auf Handkommunion um.

Als die Nonne (entweder zeitliche oder ewige) Profess hat, darf sie "ausfliegen", ausserhalb des Klosters arbeiten.
Sie geht als Krankenschwester in eine Klinik auf die Geburtsstation.
Nur die schwestern duerfen zu den Kindern, die Mutter nicht,

Spaeter ist sie auf einer anderen Station und lernt einem Mann kennen, fuer den sie das Kloster verlaesst.

Nach dem Verlassen des Klosters geht sie zum Friseur
und bekommt die Bemerkung, dass ihr Deckhaar zu kurz geschnitten ist.

Sie wird auch gefragt, was mit ihren Knien ist, weil sie Schwielen vom Beten dort hat.

Das ist so ziemlich alles, an das ich mich noch erinnere - google hilft nicht wirklich weiter :)
Zuletzt geändert von andielefant am Mi 25. Jan 2023, 18:37, insgesamt 1-mal geändert.
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luku
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Re: Bericht einer ehemaligen Nonne

Beitrag von luku »

Ich versuche es mal:

1. Die Nonne die sich verliebte --- Das Buch war 2007 ein Bestseller. »Was in zwei Koffer passt - Klosterjahre« von Veronika Peters. ----
Hier ein Leseauszug : ....... Laut dem Buchinhalt, in dem sie ihr Leben zunächst als Postulantin, dann als Novizin und schließlich als Ordensfrau wiedergibt, schreibt sie: »Ich will mich nicht gut fühlen, ich will gut sein, gut leben, in einem tieferen Sinn.« Das Kloster sah Schwester Veronika auch als Signal an eine Außenwelt, deren einziges Ziel zu sein scheine, Besitz zu vergrößern. Sie wollte zeigen, dass es auch anders geht und es mehr gibt......


2. Die Nonnenfrau. Ein ungewöhnlicher Weg (Eine Nonne verliebt sich und tritt aus dem Kloster aus - Berührende Autobiographie) Taschenbuch – 1. Januar 2009
von Karin Dachs (Autor)

Viel Glück
andielefant
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Re: Bericht einer ehemaligen Nonne

Beitrag von andielefant »

Danke :)
Ich habe nochmal versucht, etwas genauer zu beschreiben,
welche Bücher es nicht sind, und dabei habe ich es gefunden :)

Autor: Else Wiegard
Titel: Ich glaubte, es sei Liebe
Erschienen: 1997

In ihrer Autobiografie „Ich glaubte, es sei Liebe“ schildert Wiegard, geboren 1936, ihr Leben unter Zwängen. Viele Jahre lang richtete sie sich nach den Maximen „Liebe deinen Nächsten! Gib dich selbst auf! Geh ins Kloster! Leide für andere!“ Dass für ein menschenwürdiges Leben auch die Liebe zu sich wichtig ist, wurde für sie erst in einem schmerzvollen Prozess sichtbar.

Zehn Jahre lang gehörte Wiegard dem Orden der Vorsehungsschwestern an. Dort machte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester. Zu einem Bruch mit ihrem bisherigen Leben kam es, als sie einen Alkoholiker kennenlernte, den sie retten wollte. Die beiden heirateten und bekamen fünf Kinder, eines davon schwerbehindert. Wiegard versuchte, diese schwierige Situation allein zu bewältigen. Sie geriet in eine Krise und kam zu der Erkenntnis: „Liebe dich selbst wie deinen Nächsten.“
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luku
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Re: gefunden - Bericht einer ehemaligen Nonne

Beitrag von luku »

OK. - Schön das Du es gefunden hast. Dieses Buch hatte ich auch im Sinn - dachte aber, das es überhaupt nicht passt :-D
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