Jack Jordan: Die Herzchirurgin

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subechto
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Registriert: Mi 18. Feb 2009, 22:10

Jack Jordan: Die Herzchirurgin

Beitrag von subechto »

Abgründig

Die Leseprobe zu „Die Herzchirurgin“ von Jack Jordan hatte mich sofort gepackt, aber für das Buch kann ich nur ein „befriedigend“ vergeben. Worum geht es?
Dr. Anna Jones ist Ärztin und hat nicht nur einen stressigen Job, sondern auch Stress mit dem Ex. Zudem leidet sie an einer Zwangsstörung, reißt sich Wimpern und Haare aus. Als sie nach einer OP nach Hause kommt, ist ihre Nachbarin Paula tot und ihr kleiner Sohn Zack verschwunden.
Die Entführer stellen Anna vor die Wahl: Entweder lässt sie den beliebten Politiker Ahmed Shabir, der als der nächste Premierminister gehandelt wird, in zwei Tagen auf ihrem OP-Tisch sterben; oder ihr Sohn wird sein Leben verlieren. Wie wird sich Anna entscheiden?
Und dann ist da auch noch Krankenschwester Margot. Sie beklaut ihre Kolleginnen, macht aber als Einzige bei der OP eine unglaubliche Beobachtung. Und so werden Anna und Margot zu Schicksalsgenossinnen in einer rasanten Tour de force...
Der Autor stellt die Leser*innen vor ein moralisches Dilemma: Hippokratischer Eid oder Mutterliebe? Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt: Anna, Margot und Rachel. Detective Inspector Rachel Conaty ist die Polizistin, die im Fall der ermordeten Nachbarin ermittelt.
„Die Herzchirurgin“ ist spannend und unterhaltsam. Aber mit Anna bin ich nicht warm geworden. Denn sie ist kalt und berechnend. Viel Mitgefühl empfand ich dagegen mit Rachel. Auch Margot hatte es sicher nicht leicht. Ein Thriller, der berührt und schockiert.

Fazit: Ein ambivalentes Buch mit einer Heldin, die polarisiert.
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