Negative Einkaufserlebnisse: Fehlkäufe / Enttäuschungen

Diskussionen rund um wertvolle, alte antiquarische Bücher.
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m.kusanagi
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Negative Einkaufserlebnisse: Fehlkäufe / Enttäuschungen

Beitrag von m.kusanagi »

Hallo, liebe Büchersammlergemeinde!

ich hätte ja gerne ein neues Unterforum, in dem man seine Erfahrungen mit Entäuschungen und Fehlkäufen teilen kann. Ausserdem soll das ganze als Anregung für die Plattformbetreiber angesehen werden, die Plattform für die Zukunft fit zu machen: wer hat in diesen Zeiten schon zu viel Geld?? Am ende bleibt nur der Verzicht?

Und wenn ich mir meinen Speicherplatz für überschüssige Bücher anschaue, dann werden die ca 8m² langsam aber sicher eng!

So, genug herum gejammert, ich komme mit einem Beispiel an:

Ich sammle schon seit Jahren nur noch Bücher im Großformat, also 4°, gr.4° oder gerne mal ein Folio (2°). Aber wenn man auf den meisten Plattformen sich die Angebote anschaut, findet man in aller Regel keinerlei Angaben zum Format (mir würde ja die ungenauen, klassischen Angaben in 4° oder 2° schon ausreichen!)

Mittlerweile kann ich nur sagen, daß ich es hasse, dauernd das falsche zu erwischen: fragt man - vor dem Kauf! - beim Vk nach, heisst es meist (speziell die großen, und auch die ausländischen), daß sie das Buch nicht vor sich liegen hätten, und daher bla bla bla blaa...

Recherchen sind meist langwierig und unergiebig, weil kaum noch ein Anbieter es für nötig hält, genauere Angaben zu machen, und die Recherchen im Netz führen sowieso meist zu Dschungel, Bucht und den einschlägigen suspicious

Wem geht es genau so, und welche Strategien habt Ihr entwickelt, um an die benötigten Informationen heranzukommen, um die Fehlkäufe zu reduzieren?

vielen Dank für die freundliche Beachtung!
Kusanagi
Zuletzt geändert von m.kusanagi am Sa 16. Okt 2021, 12:23, insgesamt 1-mal geändert.
surfzocker
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Re: Endlich das richtige Buchformat

Beitrag von surfzocker »

Also, wenn ich mit der ISBN nicht weiter komme, hilft mir meist irgendwie Google Books, Eurobuch, Dschungel, Bucht, ZVAB .....

Ich teile Deine Erfahrung, daß Anfragen öfter mal gar nicht / ungenügend beantwortet werden. Aber solche VK landen eh' auf meiner Blocklist, wenn die zu unfähig sind zu antworten, aber den Geldbeutel aufhalten wollen. :twisted:

Daß Du (lt. Zitat) dauernd das falsche erwischst, ist natürlich fatal.

Aber auf Deinen Wunsch einzugehen, hier ein Unterforum haben zu wollen .... mach doch - wenn Du das willst - hier einen Thread auf, der sich auf Dein Thema -> Enttäuschungen / Fehlkäufe bezieht. Zum Bsp mit dem Titel "Negative Einkaufserlebnisse" o.ä.
(falls dieser Thread nicht ausreichend ist)

Fänd' ich gar nicht verkehrt, evtl käme mal wieder a bisserl Pep hier rein ?
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m.kusanagi
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Negative Einkaufserlebnisse: Fehlkäufe / Enttäuschungen

Beitrag von m.kusanagi »

naja, dauernd das falsche ist jetzt natürlich etwas fatal gesehen, aber die Schrott-Quote ist schon hoch und wächst, speziell, wenn es eben keine ISBN hat, oder falsch angegeben wurde (kommt auch immer häufiger vor).

Ich ziehe nat. auch sämtliche Register, einschliesslich dieser googelisierten Müllflut, Euerbuch, Dschungel, Bucht und auch die Stabi kann manchmal helfen. Wenn es geht leih ich mir die Bücherln sowieos lieber zuerst aus, bevor ich eine Kaufentscheidung treffe. Ist aber bei manchen Sachen, wie dem Buchformat auch nicht unbedingt weiterhelfend!

Ich ziehe sogar gerne mal das öfters angegebene Gewicht und die Seitenzahl zu Rate, um von da auf das Format zu schliessen (wenn man Vö-Datum, Verlag, Papierart, etc pp ebenfalls noch berücksichtigt), wenn auch nur sehr sehr ungenau!

Enttäuschungen / Fehlkäufe bezieht. Zum Bsp mit dem Titel "Negative Einkaufserlebnisse"
Ok, werd ich mal umbenennen...

vielen Dank
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m.kusanagi
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Re: Negative Einkaufserlebnisse: Fehlkäufe / Enttäuschungen

Beitrag von m.kusanagi »

WOrauf ich dann hier nochmal hinweisen möchte: was habt Ihr für Strategien und Methoden entwickelt, um diese negativen Einkaufserlebnisse zu reduzieren?

(also nicht nur jammern, sondern auch Tricks & Kniffe verraten...;-)

vielen Dank für eure hoffentlich zahlreichen Beiträge!
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spiralnebel111
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Re: Negative Einkaufserlebnisse: Fehlkäufe / Enttäuschungen

Beitrag von spiralnebel111 »

Wegen der Größe habe ich keine Tipps, es sei denn Du bist in Hessen oder nahe Hessen, dann komm einfach samstags in den Bücherturm in Wetzlar, da kannst Du dann selber gucken. Allgemeine Fehlkäufe kann man minimieren in dem man die Kommentare zu den Bewertungen liest. Die Zahlen sagen oft wenig. Wenn da zum Beispiel steht: "...dauerte zu lange..." kratzt mich das wenig, aber wenn (vielleicht sogar öfter) da steht: "...stinkende Bücher..." laß ich es bleiben.
Auf jeden Fall sollte ein Privatverkäufer Zeit haben, die Anfragen zu beantworten, bei Profis geht es eben nicht immer.

Als Verkäufer werde ich mich bessern und in Zukunft die Größen öfter angeben, ich wäre nie auf die Idee gekommen, daß das wichtig ist. Pardon.
mausi44
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Re: Negative Einkaufserlebnisse: Fehlkäufe / Enttäuschungen

Beitrag von mausi44 »

Ich messe meine Bücher immer ab und stelle die Maße dann auch ein.Bei vielen steht nur Höhe x Breite,aber nicht die Dicke.
Da machen viele den Fehler:Das angebotene Buch ist über 5 cm dick,aber sie verkaufen es so billig,daß nicht mal das Porto gedeckt ist! Dann beim Verkauf:Oh Wunder.Ich muß ja noch draufzahlen...
Es gibt ja auch Kleinformate und der Käufer wundert sich dann,daß er für den Preis nur so ein kleines Buch bekommt usw.
Mit meinen Angaben kann ich bei Beschwerde darauf hinweisen,daß dies in der Beschreibung stand.
surfzocker
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Re: Negative Einkaufserlebnisse: Fehlkäufe / Enttäuschungen

Beitrag von surfzocker »

Ich muß sagen, ich hatte bislang (meist) Glück mit dem Auffinden dieser Daten.
Ein Großteil meiner Bücher sind (Künstler-) Biografien. Da lege ich auch auf das Format wert. Einmal hatte ich wirklich glücklicherweise in einer Rezension gelesen, wie sehr der Käufer wg. der kleinen Abmessungen erstaunt war; da war ich recht dankbar für die Info, denn das hätte ich übersehen.
Aber ausgerechnet bei einer Biografie über einen der größten Pop-Art-Künstler ever, habe ich gepennt und bin nicht aufmerksam gewesen, so erhielt ich ein ungemütlich eng und klein geschriebenes Büchlein. Ok, selber schuld.
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spiralnebel111
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Re: Negative Einkaufserlebnisse: Fehlkäufe / Enttäuschungen

Beitrag von spiralnebel111 »

"Uffpasse" sagt der Hesse.
Bei unerwartet kleinen Büchern schreibe (schrieb) ich auch mal "Büchlein", weil mir nicht geheuer war, daß man das auf den Foto nicht sieht, oder nicht weiß. (Bei vielen Bücher weiß man, wie groß sie sind, weil alle die gleiche Größe haben). Aber wie gesagt: ich gelobe Besserung!
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m.kusanagi
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Re: Negative Einkaufserlebnisse: Fehlkäufe / Enttäuschungen

Beitrag von m.kusanagi »

Naja, der Versandaspekt kommt tatsächlich auch noch dazu: da unser Briefkasten (BK) nur ca 30mm durchlässt, kann die Seitenzahl schon mal sehr wichtig sein. Die andere Option Packstation erfordert ja genausoviel Fingerspitzengefühl, wenn man bedenkt, daß es immer noch genügend Profis (Händler!) gibt, die von DHL-Packstationen dann zum ersten mal gehört haben, wenn es nicht angekommen ist.
einen der größten Pop-Art-Künstler ever
Quiz: Andy Warhol?

Tja, auch bei mir wollte der Anteil an Kunstbüchern immer weiter wachsen, und hier gilt halt ebenfalls: ein Kunstbuch das gerade mal kl.8° oder 22cm misst, ist für mein Geschmack kein richtiges Kunstbuch.
Am liebsten hab ich ja die sog. coffee-tables (gerne Folio oder gr.4°)

Aber das größte Problem ist bei solchen Spezialitäten dann den Verkäufern die richtigen Antworten herauszukitzeln. Manchmal geht das nur über den Umweg, daß man die Fragen an einen Vk aus der Teuerfraktion richtet, die sollen, wenn sie es loswerden wollen, schon gefälligst was tun für ihr Geld....

Wenn ich selber verkaufe, gestalte ich die Beschreibung so genau wie möglich, also auch das Format. Einzige Ausnahme: die allermeisten unserer Bücher waren vor der Dt. Post-Attacke mit den besagten 50mm eingestellt, das ist schon ärgerlich, und macht diese unmögliche Dt. Post nicht beliebter.

Ich bin ja der Meinung, Grössenangaben sollte von den Plattformen genauso wie Name, Titel, Verlag etc eingefordert werden... (speziell bei Kunstbüchern und dergleichen)

UNd ja: die bereitwilligste Auskunft erhält man immer noch (mit gelegentlichen Ausnahmen) von den Privatverkäufern
Zuletzt geändert von m.kusanagi am Mo 18. Okt 2021, 15:25, insgesamt 1-mal geändert.
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spiralnebel111
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Re: Negative Einkaufserlebnisse: Fehlkäufe / Enttäuschungen

Beitrag von spiralnebel111 »

Klar, wir haben nicht so viele Bücher und die stehen oft (meistens?) in der Wohnung in Regalen.
surfzocker
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Re: Negative Einkaufserlebnisse: Fehlkäufe / Enttäuschungen

Beitrag von surfzocker »

m.kusanagi hat geschrieben: Mo 18. Okt 2021, 12:00
einen der größten Pop-Art-Künstler ever
Quiz: Andy Warhol?
Klar.
Mein pers. Favorit (Pop Art) ist aber eindeutig Roy Lichtenstein.
z.B. Keith Haring ist zwar was ganz anderes, mochte sein Schaffen schon zu seinen Lebzeiten und hab auch einige Objekte von ihm damals in einer Galerie erworben. Weiß aber nicht genau, ob es evtl nur 'im Stil' von ihm ist.
Mittlerweile habe ich Info über alle seine Bilder/Bildnisse und muß sagen, daß er wirklich sehr oft im Ausdruck zu sehr und zu obsön mit seiner Homosexualität kokettierte. Ich bin durch sexuelle Ausrichtungen nicht zu beeinflussein, finde es aber unpassend, wenn es der Darsteller auf eine (nach meinem Empfinden) zu primitive Art in Szene setzt.
Nochmal zu Warhol --> den empfand ich stets als quirliges Kerlchen. Wobei mich dort eher der Mensch, als seine Werke, unterhalten.
Auf eine sympathische Art 'verkrampft' empfand ich zB seine Gastauftritte in den Filmaufnahmen zu John Lennon's Drehs für 'Imagine' 1971.
surfzocker
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Re: Negative Einkaufserlebnisse: Fehlkäufe / Enttäuschungen

Beitrag von surfzocker »

m.kusanagi hat geschrieben: Mo 18. Okt 2021, 12:00
Ich bin ja der Meinung, Grössenangaben sollte von den Plattformen genauso wie Name, Titel, Verlag etc eingefordert werden... (speziell bei Kunstbüchern und dergleichen)
Jepp, dito.
briefmarkenjaeger
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Re: Negative Einkaufserlebnisse: Fehlkäufe / Enttäuschungen

Beitrag von briefmarkenjaeger »

Früher hatte ich den Abmessungsinformationen keine große Bedeutung beigemessen, aber dies sehe ich seit einiger Zeit anders, wobei dies aber auch auf die Bücherart ankommt.
Als Pflicht sollte man diese Angaben auf keinen Fall einstellen müssen und dies wird auch nicht passieren, weil zum einen manche Anbieter die Daten automatisiert per CSV-Datei hochladen und diese Informationen nicht in digitaler Form vorliegen haben und zum anderen jede zusätzliche Eingabe und natürlich auch das Abmessen Zeit in Anspruch nimmt, was sich insbesondere bei sehr kleinpreisigen Büchern nicht rechnet. Außerdem gibt es Bücher, bei denen eine Abmessungsangabe nicht unbedingt erforderlich ist - ich denke dabei z. B. an normalformatige Leihbücher aus den 50er-60er Jahren, die fast ausschliesslich eine mehr oder weniger genormte Größe hatten.

Die von Booklooker bereitgestellten Informationen zu Büchern mit ISBN-Eingabe enthalten oftmals auch nur die Breite und Länge des Buches, nicht aber die Höhe. Ich habe aber auch schon erlebt, dass die Abmessungen fehlerhaft angegeben worden sind, wobei mir dies hauptsächlich bei Amazon aufgefallen ist.

Sehr wichtig ist die Größenangabe meiner Meinung nach bei Büchern, die in unterschiedlichen Formaten hergestellt worden sind und bei Mini-Büchern. Auch bei Überformaten sollte man diese wichtigen Angaben meiner Meinung nach einpflegen.
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m.kusanagi
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Re: Negative Einkaufserlebnisse: Fehlkäufe / Enttäuschungen

Beitrag von m.kusanagi »

wichtig ist die Größenangabe meiner Meinung nach bei Büchern, die in unterschiedlichen Formaten hergestellt
Aber ebend auch bei Kunstbüchern!
Oder kann sich jemand vorstellen, ein Bild von Füssli (zB Thor erschlägt die Midgardschlange) in einem Oktavformat zu bestaunen??

Noch dazu wenn man älter wird, wird man Großflächigkeit zu schätzen wissen!!!

Die einzige Ausnahme davon wiederum, wenn es um ein Textwerk geht, wenn die Bilder nur Beigabe sind....

Mit diesen Großisten zu kommunizieren ist ja ein absolutes Greuel! (item not at hand, etc) Die kriegen bei mir schon immer den Vorsorglichkeitshinweis, daß ohne ausreichende Infos kein Kauf stattfinden wird
(Nachamung erwünscht! ;-) )

Wäre jedenfalls nicht schlecht, wenn kritischeres Kaufverhalten wieder eingepflegt werden würde! Ich glaube, daß 'vorkrisig' betrachtet, das Geld der Konsumenten viel zu locker gesessen hat, und die Branche hat das nat. ausgenutzt. Aber jetzt wird umgedacht!! ;-)

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