Christoph Wortberg: Trauma - Kein Entkommen

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subechto
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Registriert: Mi 18. Feb 2009, 22:10

Christoph Wortberg: Trauma - Kein Entkommen

Beitrag von subechto »

Die Vergangenheit holt einen immer ein

„Trauma - Kein Entkommen“ von Christoph Wortberg ist der Auftakt einer Thriller-Trilogie. Der Klappentext klang vielversprechend, doch leider wurde ich enttäuscht. Worum geht es?
Zwei Tote, der eine ertrunken in einem See, der andere erstickt in einem Kühlschrank. Mord oder Selbstmord? Wie sich herausstellt, waren beide schwer traumatisiert. Katja Sand und ihr Assistent Rudi Dorfmüller von der Münchener Kripo ermitteln…
Christoph Wortberg hat sein Thriller-Debüt spannend in Szene gesetzt. Das Buch gliedert sich in drei Teile: Wasser, Eis und Feuer. Jeder Teil beginnt mit einem Kapitel über „das kleine Kind“, welches eine schlimme Kindheit hat. Der geübte (Krimi-)Leser weiß natürlich sofort, dass es sich hier um den Täter handeln muss.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Nur mit Katja bin ich bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden. Eine Helikoptermutter, die ein dunkles Geheimnis hütet und ihr eigenes Trauma (das kommt dann wohl in Band 2?) auf andere projiziert. Rudi dagegen ist mir sofort ans Herz gewachsen.
Alles in allem konnte mich „Trauma - Kein Entkommen“ nicht überzeugen. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der neugierig macht auf den nächsten Teil: „Trauma - Kein Vergessen“, der im Sept. 2021 erscheinen soll.

Fazit: Nichts Neues unter der Sonne. Ein Täter mit verkorkster Kindheit. Dazu eine unsympathische Ermittlerin und zu viel Privatgedöns.
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